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News vom 12 November 2006 :
Mit Gratis-Sex angeboten warb die dame in Inseraten, stattdessen wurden die Kunden danach mit einer saftigen Telefonsex-Rechnung überrascht.
„Ruf an! Hausfrauen aus dem Ländle suchen gratis schnellen Sex“ - Damit verdiente die 39jährige Ihren Lebensunterhalt, doch nun stand Sie vor Gericht. Als Berufsangabe äusserte sich die Angeklagte lapidar : "Ich telefoniere..." . Mit sehr klaren Worten formulierte die Staatsanwaltschaft jedoch die Angelegenheit : Schwerer Betrug ! Der versprochene Gratis-Sex habe nicht stattgefunden und nur ein Gratisangebot vorgetäuscht.So haben 9 Anrufer mittlerweile Anzeige erstattet. Mit mehreren Mitarbeiterinnen hatten Sie Kunden auf eine teure Sexhotline gelockt und dann vertröstet - "Heute geht es nicht mit dem Treffen, ruf mich morgen nochmal an" . So zahlten geneigte Kunden teilweise 1000 Euro für ein einziges Gespräch.
Die Verteidigung dagegen plädiert offensichtlich auf die Dummheit der gutgläubigen Kundschaft : " Kein Mensch glaubt an diese Gratis-Versprechen, daher kann es auch kein Betrug sein" , " Die Herren die dort anrufen und tatsächlich glauben es gäbe Sex umsonst seien arm dran" oder "Die gölauben dann wohl auch alles was in der Werbung steht". Auch abwiegelde Argumente wie : "Es wurde nicht explizit gesagt, das körperlicher Sex stattfindet , es hätte auch Telefonsex gemeint sein können" und "Es wurde in den Gesprächen klar formuliert das Kontakte keineswegs gratis seien" brachte die Verteidigung vor.
Das Gericht sah in diesem Fall den Betrug als erwiesen an und verurteilte die Angeklagte zu einer Geldstrafe von 10800 Euro und 4 Monaten bedingter Haft.
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